Küchenkräuter konservieren

Tipp

Um Küchenkräuter lange frisch und damit aromatisch und vitaminreich zu halten, stehen Ihnen drei Methoden zur Wahl: Trocknen, Einfrieren und Einlegen.

So erhalten Sie das Aroma und die Vitamine Ihrer Küchenkräuter

Küchenkräuter sind wegen ihres frischen Geschmacks beliebt. Durch den Sauerstoff in der Luft verändern sie jedoch schnell ihre Farbe und verlieren Vitamine sowie Aroma. Um dies zu verhindern, sollten Sie Ihre Küchenkräuter nach der Ernte oder dem Kauf bald verbrauchen oder konservieren. Wir stellen Ihnen die drei gängigen Konservierungsmethoden vor.

Vorab: Kräuter richtig ernten

Das erfolgreiche Konservieren der Küchenkräuter beginnt schon mit der richtigen Ernte, die am besten bei Mittagssonne erfolgt. Warum? Weil dann alles ist, wie es sein soll: Der Wassergehalt ist am niedrigsten und die Konzentration der aromatischen ätherischen Öle am höchsten.

Wichtig: Waschen Sie die Küchenkräuter nicht - sonst können sie schimmeln.

Küchenkräuter trocknen

Sie können Küchenkräuter auf drei Arten trocknen:

  • durch Auflegen
  • durch Aufhängen
  • im Backofen oder Dörrautomaten

1. Auflegen

Legen Sie die Kräuter flächig auf ein Brett oder Tuch und lassen Sie sie im luftigen Schatten für gut drei Wochen trocknen. Achten Sie darauf, dass Sie den Küchenkräutern genügend Platz geben. Wenn sie zu dicht liegen, fangen sie leicht an zu schimmeln. Sobald die Kräuter rascheltrocken sind, verpacken Sie sie in Schraubgläser oder Haushaltsboxen, die Sie bei uns im Markt erhalten.

Ideal für: großblättrige Kräuter

2. Aufhängen

Binden Sie die Kräuter zu kleinen Sträußchen und hängen Sie sie an einem luftigen Schattenplatz kopfüber auf.

Vorsicht: Machen Sie keine zu dicken Bündel, sonst trocknen die Küchenkräuter schlecht und faulen schlimmstenfalls.

Ideal für: kleinblättrige und holzige Kräuter

3. Backofen/Dörrautomat

Trocknen Sie die Kräuter bei geringer Temperatur im Backofen oder Dörrautomaten. Bei über 30 Grad Celsius büßen die grünen Aroma- und Vitaminspender viel an Geschmack und Vitalstoffen ein.

Tipp: Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, klemmen Sie am besten einen Kochlöffel in die Backofentür.

Ideal für: alle zum Trocknen geeigneten Kräuter (Bohnenkraut, Estragon, Liebstöckel, Majoran, Minze, Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse)

Hinweis: Basilikum, Dill, Petersilie und Schnittlauch sollten Sie besser einfrieren als trocknen.

Küchenkräuter einfrieren

Hacken Sie die Kräuter fein und gießen Sie sie in Eiswürfelformen mit Wasser oder Pflanzenöl auf. So haben Sie immer die richtige Menge zum Würzen parat.

Küchenkräuter einlegen

Stellen Sie mit den Kräutern aromatische Öle und Essige her. Eingelegte Küchenkräuter halten besonders lange.

Kräuteröl: Stecken Sie Kräuterzweige in Glasflaschen und füllen Sie diese mit Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl auf. Nach ungefähr zwei Wochen können Sie die Küchenkräuter aus den Flaschen entfernen - sie haben ihr Aroma dann an das Öl abgegeben.

Kräuteressig: Die Vorgehensweise ist dieselbe wie Öl. Jeder Essig eignet sich zum Einlegen. Nach zwei bis drei Wochen können Sie die Kräuter abseihen.

Tipp: Wenn Sie den Kräuteressig kalt ansetzen, braucht es etwas mehr Zeit, bis die Kräuter ihr Aroma an den Essig abgeben. Dafür ist er am Ende geschmackvoller. Sollen die Kräuter ihren Geschmack schneller abgeben, müssen Sie den Essig vorab etwas erwärmen.

Wie Sie sehen, gibt es viele einfache Methoden, um Küchenkräuter erfolgreich zu konservieren. Probieren Sie einfach alle mal aus!